​Ein Paradies für Wildpferde

Bisher waren anmutende Bilder wilder Pferde in der freien Natur nur vom Fernsehen bekannt etwa im Donaudelta oder auf der Donauinsel Ostrov.
Nun kann man ähnliches auch live in Steierdorf beobachten. Vor 2-3 Jahren waren nur vereinzelte kleinere Gruppen in den Kolonien zu bestaunen. Inzwischen ist deren Zahl auf 150-200 herangewachsen. Offensichtlich fühlen sie sich sehr wohl und sorgen fleißig für Nachwuchs … aber angeblich auch für Schäden und Unmut bei den Viehhaltern in Bradet. Diesen Frühling sollen einige eingefangen und versteigert werden um die unkontrollierte Vermehrung zu unterbinden.
Zugleich bieten sie eine neue touristische Attraktion, die sich nur mitten in einer ursprünglichen Natur entfalten kann.
Passend dazu die Meldung, dass beim Antrittsbesuch der österreichischen Botschafterin in Reschitz potenzielle Investitionsmöglichkeiten in naturgeschützte Areale besprochen wurden. Unter anderen auch in der Sommerfrische!

Verwildete Pferde in der II. Kolonie

Größtes Bergbaumuseum Rumäniens entsteht in Anina

Zahlreiche Medienberichte befassen sich mit dem zukünftigen Bergbaumuseum, dessen Aufbau kurz vor der Finalisierung steht.
Laut radioresita wird auf dem Gelände des ehemaligen Einserschachts (Putul I) das größte Bergbaumuseum Rumäniens entstehen. Eine Bildergalerie finden sie unter resita.ro

Das Portal expressdebanat nennt einige Details: Geplant ist ein Aufzug, mit dem die Besucher 50m in die Tiefe gehen um dann in der Oltuluistraße wieder zum Tageslicht zurückkehren. Dazwischen wird man Gelegenheit haben in den Arbeitsalltag der einstigen Bergleute einzutauchen.
Das museale Komplex erstreckt sich auf ca. 2,5 ha, umfasst 15 Gebäude des ehemaligen I. Schachts Areal. Hier wird man eine Zeitreise unternehmen können im Südost Europas tiefstem Bergbau (1240m), das vor zwei Jahrhunderte erschlossen wurde. Bedauerlicherweise ist das gesamte Inventar durch den ehemaligen Insolvenzverwalter vernichtet worden. Einzig die Fördermaschine „Marischka“ (angeblich baugleich mit dem Antrieb der Titanic) ist noch erhalten.

Die ADZ weiß Interessantes über die Vorgeschichte zu berichten und würdigt das Engagement der Industriearchäologen, des Museum des Banater Montangebiets (damals von Dr. Dumitru Țeicu geleitet) und nicht zuletzt des Aninaer Bürgermeister Românu zur Wahrung des industriellen Kulturerbes und insbesondere beim Zustandekommens dieses Projekts.
Es wird mit 15 Millionen Lei EU Gelder finanziert. In September wurden bereits zu 50% Fortschritt gemeldet. Laut Daniel Danu (stellvertretender Bürgermeister) ist die Eröffnung für den Sommer 2022 geplant.
Es soll neben der Banater Semmering Bahnstrecke ein neuer Besuchermagnet werden und damit ein weiterer Schritt zur Wandlung unseres Heimatorts von einem ehemaligen Schwerindustrieraum zu einer attraktiven touristischen Adresse.

Die Banater Semmeringbahn sorgt weiterhin für Schlagzeilen

Nachdem es zwischenzeitlich auch erfreuliche Nachrichten über zusätzliche Eisenbahnwagons gab, ist es erneut zu Pannen im Zugverkehr auf der inzwischen sehr beliebten Eisenbahnstrecke Orawitz-Anina gekommen.
Diesmal gingen gleich zweimal die Diesel-Loks der am Wochenende vollbesetzten Zügen kaputt!
Angeblich konnten Schaffner und Lokführer die Wartezeit auf die Ersatzlokomotive mit ein Paar „Eisenbahngeschichten“ überbrücken.
Um die ansteigende Zahl der Touristen nicht zu verprellen werden wohl bald einige koordinierte Maßnahmen notwendig sein!
Die ADZ spekuliert bereits über eine Generalrestaurierung der Banater Semmeringbahn.
So soll nach einem Gipfeltreffen der Verantwortlichen in Orawitz und Anina, des Kreisrat Caras-Severin, sowie der CFR Regionala Temeswar, eine umfassende Restaurierung der gesamten Infrastruktur angegangen werden!
Die einzelnen Maßnahmen hören sich wie ein Wunschkonzert an:
– Eine private Eisenbahngesellschaft, die ein zweites Zugpaar betreibt.
– Verlängerte Haltezeit an bestimmten Bahnhöfen, insbesondere an den  Endhaltestellen, aber auch unterwegs, um das Fotografieren zu ermöglichen
– Restaurieren und Wiedereinsetzung der Dampflok
– Die Bahnhöfe Orawitz und Anina sollen restauriert werden und zusätzliche touristische Annehmlichkeiten anbieten.
– Reaktivierung der ursprünglichen Trasse, die einmal Anina mit Basiasch an der Donau (als Endhaltestelle) und mit Weißkirchen/Bela Crkva/Biserica Alba im heutigen Serbien.

Steierdorfer Treffen 2021

Liebe Steirer, Sigismunder, Aninarer und Freunde,

unser diesjähriges Treffen ist für den 18-19 September geplant!
Momentan ist die Teilnehmerzahl noch auf 50 limitiert, wir hoffen aber auf weitere Lockerungen.
Meldet euch bitte bei Irmi Baumgartner (geb. Handlovits) unter Tel. 09467 273 oder 0160 150 4400
Aktuelles auf facebook unter Steierdorfer Treffen
Bis dann, bleibt gesund!

Erste Ausgabe der Zeitschrift „Anina MAG“

Pünktlich zum 1 März („Märtisor“) ist die erste Ausgabe der Zeitschrift „Anina MAG“ erschienen, ein „Magazin für Kultur, Tourismus und Sport“ in anspruchsvollem Format: 40 Seiten, Hochglanz, bunt bebildert. Die einzelnen Beiträge decken ein breites Spektrum: Geschichte, Philosophie und Religion, Dichtung und literarische Essays.
Sie dürfen reinschauen! Die Nummer 1 „Anina MAG“ wurde uns digital zur Verfügung gestellt und kann hier heruntergeladen werden.
Wir bleiben gespannt auf die nächste, vierteljährige Ausgabe!

Echo in der Banater Presse:
Eine „Zeitschrift für die Banater Kleinstadt“, wie die ADZ (Allgemeine Deutsche Zeitung) bzw. die BZ (Banater Zeitung) vermelden.

„Banatul azi – Libertatea incepe in vest!“ berichtet ausführlich und begrüßt die Beiträge zur kulturellen Entwicklung sowie die strategische Entwicklung Richtung Tourismus.

„Ziua de vest“ lobt die lokalen Verantwortlichen (Bürgermeister, Kulturzentrum) sowie das Engagement der ehemaligen Absolventen des Lyzeums, insbesondere des Dichters George LÂNĂ, der auch die editorielle Koordination übernommen hat.

Die ältesten europäischen Homo Sapiens in der Plopa Ponor Höhle

Schon 2002 wurden in den Tiefen der Plopa Höhle menschliche Knochenreste entdeckt und als älteste europäische Homo Sapiens attestiert. Inzwischen haben neuere DNA Analysen (Groningen/NL, USA) ein Alter von ca. 35.200 Jahre bestätigt. Dazu wurde auch ein 5-11% Anteil an Neanderthaler Genen festgestellt, was bereits auf ein Zusammenleben deutet.  
Weil die geborgenen Knochenreste eigentlich vorbei geschwemmt wurden, will man weitere speläologische Erkundungen durchführen. Man darf auf weitere Überraschungen gespannt bleiben! Einige Artefakte sind hier abgebildet.

Gute Nachrichten: Bahnstrecke Oravitz-Anina wieder im CFR Fahrplan!

Gute Nachrichten: Bahnstrecke Oravitz-Anina wieder im CFR Fahrplan!
Die Bahnstrecke Oravitz-Anina – Banater Semmering – ist nach einer kurzen Unterbrechung wieder im CFR Fahrplan aufgenommen. Der Verkehr war vom 3. bis 18. Dezember eingestellt nachdem eine Stützmauer zwischen Oravitz und Lisava eingebrochen war.
George LÂNĂ empfiehlt in „Timisoara“ als beste Reisezeit: Frühling mit freier Sicht in den Abgrund, Sommer zum abkühlen, Herbst, wenn die Farben verrückt spielen, Winter beim geheizten Holzofen mit Wasserkessel.
Kosten ca. 3,- € für 30 Km und zwei Stunden Spannung und Naturgenuss.

Öffentlicher Verkehr in Anina – zukünftig kostenlos!

Ein weiterer Schritt in der richtigen Richtung: Der öffentliche Verkehr wird in Anina zukünftig kostenlos!
Dies ist sicherlich ökologisch sinnvoll und wird sich angeblich auch wirtschaftlich rechnen.
Nachdem Bürgermeister Românu die Anschaffung eines neuen Kleinbusses angeregt hatte und nun der Gemeinderat positiv darüber abgestimmt hat, wird ab April mit dem Einsatz in zweistündlichem Takt gerechnet.
Details hier.

Timisoara rührt die Werbetrommel für Anina

„Timisoara“, die Zeitung der Temeswarer Revolution, hat kürzlich mehrere wohlwollende Artikel zu Anina gedruckt. Autor ist George LÂNĂ, Journalist und vor allem Poet, eine Referenz in der Banater Dichterszene . Manche werden sich an der charismatischen Erscheinung unseres Kollegen am Aninaer Lyzeum (Absolvent 1973) erinnern.

Hier eine kurze Zusammenfassung:

Anina im Wandel. Die offizielle Ernennung zur touristischen Ortschaft (Oktober 2020) eröffnet eine hoffnungsvolle Perspektive sich von der Kohlevergangenheit zu emanzipieren. Eine nostalgische Betrachtung der Bergmänner in der tiefsten Kohlegrube Europas (1250m).

Das neue Museum und Kulturzentrum hat seine Pforten im alten Rathaus in August 2020 geöffnet. Die mit der Banater Semmeringerbahn angereisten Touristen haben eine erste Anlaufstelle um Geschichte, Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten unserer Gegend zu erfahren: Eine Rekonstruktion der Höhle mit den drei ältesten Homo Sapiens Europas, Flora und Fauna, Mineralien, Handwerk, Kohlegewinnung und eine Diorama mit der Bahnstrecke Oravitza-Anina.

Der nächste Schritt auf dem Weg zur obengenannten Transformation wird eine nationale Premiere sein, das erste rumänische Kohle Museum. Mit ca. 4 Millionen Euro (hauptsächlich EU finanziert) ist es für lokale Verhältnisse eine riesige Investition, die auch einige Arbeitsplätze generieren wird. Die Arbeiten am 1. Schacht (Putul 1) haben bereits begonnen und werden voraussichtlich Ende 2022 finalisiert. Eine Attraktion wird wohl die alte Fördermaschine sein (Kosename: Marischka), angeblich baugleich mit dem Antrieb der Titanic.

Die neue strategische Ausrichtung ist in erster Linie ein Verdienst und eine Herzensangelegenheit des neuen (und alten) Bürgermeisters Gheorghe Românu, der seine Vision gegen bürokratische Hürden und kleinkariertes Denken durchsetzen konnte.

Wir wünschen dazu viel Erfolg!